FORMAT Asset Management Vermögensverwaltung Hamburg der Motor läuft nicht rund ifo index kleiner

Der ifo-Geschäftsklima Index: Negativrekorde im Monat April.

Der Motor läuft in Deutschland überhaupt nicht mehr rund.

Der ifo-Geschäftsklima Index stürzt auf ein historisches Tief. Nie zuvor sind die Komponenten dieses viel beachteten Indikators schneller und tiefer gefallen als in der Umfrage für den Monat April 2020. Das ifo-Institut befragt rund 9.000 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des
Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes zur aktuellen Geschäftslage sowie zu den Erwartungen. Es ist sicher keine Überraschung, dass die Werte für den Handelssektor sehr schlecht ausfallen, sind doch wegen der Corona Krise viele Geschäfte geschlossen. Bemerkenswert ist aus unserer Sicht, dass auch die Werte der anderen Sektoren parallel dramatisch fallen. Kurzum: Die aktuellen Umfrageergebnisse zeugen von einer quer durch die deutsche Wirtschaft verlaufende, tiefe Krise. Prominente Beispiele gibt es inzwischen viele und in allen Bereichen: Galeria Kaufhof, German Wings, Deutsche Lufthansa, Airbus, quasi alle Automobilbauer in Deutschland, die gesamte Messe- und Kongressbranche – alle leiden unter extremen Geschäftseinbrüchen. Durch die eingeschränkten Reisemöglichkeiten sind auch viele kleine selbständige Dienstleister betroffen. Die Schließung von Schulen hat u.E. gezeigt, dass Deutschland im IT-Bereich inzwischen gegenüber Asien oder kleineren Ländern in Osteuropa spürbar abgehängt ist. Die aktuelle Krise zwingt viele Unternehmen dazu, ihre Mitarbeiter von zuhause aus arbeiten zu lassen. Die technische Umsetzung ist aber teilweise abenteuerlich und bietet derzeit vermutlich ein Eldorado für Hacker-Angriffe. Das wird dann eine weitere negative Folge der Corona Krise werden.

Der Index fällt für die Lagebeurteilung von 92,9 im Monat März auf 79,5 im Monat April 2020. Besonderes Augenmerk richten wir auf die Erwartungskomponente. Diese hatte sich schon vom Februar auf den März dramatisch verschlechtert. Die Zahlenfolge lautet nun: 93,1 im Februar, 79,5 im März und erschreckende 69,4 im April. Da es sich bei dieser Umfrage um eine respektierte und repräsentative Erhebung handelt, sollte man sich auf eine weiter schrumpfende Wirtschaft in Deutschland einstellen.

Wo und was kaufen oder verkaufen?

Als Vermögensmanager müssen wir uns der Aufgabe stellen, auch in einem solchen Umfeld die richtigen Investitionsmöglichkeiten zu finden. Wir beobachten häufig, dass deutsche Anleger einem starken „Home Bias“ unterliegen. Das besagt nichts anderes als die Tatsache, dass am liebsten in Titel aus dem eigenen Land investiert wird. Nur in bekannte „Namen“ zu investieren, ist bekanntlich kaum erfolgreich. Wer z.B. die Deutsche Telekom, die Deutsche Bank oder aktuell die Deutsche Lufthansa in seinem Portfolio hält, wird damit ein sehr enttäuschter Aktionär sein. Ratsamer ist es dann doch, die Titelselektion echten Profis zu überlassen, was wir ja auch über unsere Managerselektion vornehmen. Letztlich ist es dem Anleger doch auch völlig egal, mit welchen Einzeltiteln eine gute Performance erzielt wurde. Entscheidend ist nur das Ergebnis für unsere Mandanten. Auch wir kennen nicht ansatzweise die Einzeltitel unserer Fondsmanager in Asien. Wichtig ist, folgendes zu verstehen: Nach welchen Zielunternehmen sucht ein Manager? Mit welchen Kriterien nimmt er seine Auswahl vor? Hat er seine Expertise ausreichend lange unter Beweis gestellt? Bleibt der Manager seinem Anlagestil treu? Nur wenn wir davon überzeugt sind, das jeweilige Konzept eines Managers verstanden zu haben, investieren wir uns anvertraute Gelder.

FORMAT Asset Management blickt nach China. 

Nur wer über den Tellerrand blickt, wird erfolgreich sein! 

Wir praktizieren zunächst immer einen „Top-Down Ansatz“ und versuchen, interessante Regionen und Märkte auf unserem Erdball zu entdecken. Anschließend erarbeiten wir uns die Fonds, in die wir investieren könnten. Wenn die Geschäftsperspektiven sich in Deutschland, Europa und den USA derart verschlechtern, wie es derzeit passiert, sollte man sich mit den übrigen Regionen intensiver beschäftigen. Es fällt natürlich die Situation in China sofort auf. Hier startete die Corona Pandemie ihren Eroberungszug. China ist der übrigen Welt um einige Monate voraus. Das Leben scheint sich dort in Ansätzen zu normalisieren. Einen großen Gewinner bringt diese globale Krise auf jeden Fall hervor: Den Online Handel. In den USA und Europa ist das z.B. Amazon, während es in China und Russland Alibaba ist. Natürlich gewinnen auch alle Dienstleister und Händler, die ihr Geschäft konsequent online aufgestellt haben (z.B. Schulen oder Universitäten, Software in der Cloud, Online Spiele, Bezahlsysteme, Streaming Dienste u.ä.). Diese werden nicht nur in China, sondern in ganz Asien sicherlich weiter dynamisch wachsen. Dafür sorgt schon der steigende Anteil der konsumfreudigen Mittelschicht in China. China ist als einheitlicher Markt so bedeutend und groß geworden, dass es sich sehr bald unabhängig von anderen Regionen auf dieser Welt entwickeln kann. Die strategisch weitsichtige Politik der Führung hat dem Land große Ressourcen an Rohstoffen in Afrika, Südamerika und in Russland gesichert. Mit dieser Untersützung kann sich die Staatsführung jetzt noch mehr auf die Entwicklung des Inlands fokussieren. Während sich Europa in Kleinstaaterei übt, entsteht dort die globale Wirtschaftsmacht Nr. 1. China entfaltet in Asien eine derart große Magnetwirkung, dass es sicherlich die umliegenden Regionen wirtschaftlich mitziehen wird (als verlängerte Werkbank (Vietnam) oder als Tourismusziel z.B. (Thailand, Philippinen).  Weiterer wichtiger Wirtschaftsraum ist natürlich Indien mit seinen Nachbarn. Hier beginnen einige Reformen zu fruchten und die Inder blicken misstrauisch auf die dynamische Entwicklung in China. Weltweit bekannt und berüchtigt sind inzwischen die Qualitäten auf dem Gebiet der IT-Dienstleistungen. Aber auch in Indien entsteht eine breitere Mittelschicht, die ihren wachsenden Wohlstand in Konsum umsetzen möchte. Das Bevölkerungswachstum sorgt in ganz Asien für anhaltende organische Wachstumsmöglichkeiten. Daran wollen wir uns auch in Zukunft zum Vorteil unserer Mandanten beteiligen!

Positionierung der FORMAT-AM Vermögensverwaltungsmandate

Getreu unserem anlagestrategischen Weltbild und unserer Anlagephilosophie investieren wir in Aktienunternehmen mit einem zukunftssicheren Geschäftsmodell, strukturellen Wettbewerbsvorteilen und geringer Verschuldung. Wir haben zuletzt die Aktienquote in unseren Mandaten deutlich erhöht, diese jedoch durch Shortpositionen nahezu vollständig gegen fallende Kurse abgesichert („Equity Hedge“). Wir bleiben daher umfangreich in Sachwerten investiert, ohne uns aktuell den Verwerfungen des Marktes auszusetzen. Wir halten darüber hinaus weiterhin eine strategische Goldquote in Höhe von 15 %. Den Anteil an Geldwerten haben wir dagegen deutlich gesenkt und die Risiken im Anleihenbereich auf ein Minimum reduziert. Einen massiven Wirtschaftseinbruch halten wir für unvermeidbar, eine systemische Krise aufgrund der massiven Eingriffe von Staaten und Notenbanken jedoch aktuell für nicht überwiegend wahrscheinlich. Dennoch sind unsere Portfolios auf einen derartigen Worst Case bestens vorbereitet. Gleichzeitig sind wir jedoch in der Lage, im Falle eines absehbaren Endes der Krise die bei qualitativ hochwertigen Aktien mehr als deutlich sichtbaren Renditechancen durch ein Auflösen unserer Sicherungspositionen schnell zu nutzen.

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund!

Ihr Team der FORMAT Asset Management

 

Factsheet Vermögensverwaltungsmandat FORMAT AM Defensive per 31.12.2019

Zum Öffnen des Factsheets bitte Icon anklicken.

Factsheet Vermögensverwaltungsmandat FORMAT AM Balanced per 31.12.2019

Zum Öffnen des Factsheets bitte Icon anklicken.