FORMAT sucht Bestände zur Übernahme

34f-Vermittler unter Bafin-Aufsicht: Wer tut sich das an?

Die FORMAT Asset Management sucht Bestände zur Übernahme

Eine jüngst durchgeführte Umfrage unter Finanzvermittlern durch den Bundesverband Finanzdienstleistung hat frühere Ergebnisse nochmals bestätigt. Demnach wären nur rund 50% der Vermittler bereit, künftig unter einer Bafin-Aufsicht ihr Finanzvermittlungsgeschäft weiter zu betreiben.

Zum Hintergrund

Das „Aufsichtsübertragungsgesetz“, das derzeit in der Gesetzgebungsphase feststeckt, sieht vor, dass die bisher unter den Paragrafen 34f und 34h GewO arbeitenden Finanzvermittler nun nicht mehr wie bisher entweder durch eine IHK oder ein Gewerbeamt beaufsichtigt werden, sondern durch die Bafin. Die Kosten der Überwachung sollen auf die Vermittler umgelegt werden. Bisher war man von rund 1.000 EUR jährlich je Vermittlungsunternehmen ausgegangen. Da jedoch viele Vermittler dieses Geschäftsfeld als Nebenerwerb betreiben, werden viele ihre Lizenz abgeben. Für die verbleibenden Vermittler würde die jährliche Kostenbelastung entsprechend deutlich höher ausfallen. Es sind aber nicht nur die laufenden Kosten, die die Vermittler zur Flucht aus ihrem Segment bewegen. Auch die Aussicht, sich zukünftig mit einer bundesweit agierenden Großbehörde auseinander setzen zu müssen, schreckt ab. Bisher konnte man sich lokal mit bekannten Ansprechpartnern austauschen. Diese „kurzen Wege“ entfallen zukünftig, wenn das Gesetz nach bisheriger Planung umgesetzt wird. Im Finanzausschuss konnte noch keine Einigung erzielt werden. Demnach geht die Gesetzesumsetzung erst nach der parlamentarischen Sommerpause ab 6. September weiter. Ursprünglich sollte das Gesetz ab 1.1.2021 wirksam werden. Dieser Termin dürfte wohl nicht mehr eingehalten werden. Dennoch bleibt die Absicht erhalten, alle Finanzanlagenvermittler und Finanzanlage-Honrarberater unter die einheitliche Aufsicht der Bafin zu stellen.

Viele Versicherungsmakler sehen im Nebengeschäft der Fondsvermittlung keine Zukunft für sich

Wie für den gesamten Arbeitsmarkt in Deutschland, gilt auch für den Berufszweig der Versicherungsmakler: Die Babyboomer planen ihren Rückzug aus dem Arbeitsmarkt. Ist man bereits mit dem Ausstieg aus dem Berufsleben beschäftigt, kommt eine solch gravierende Umstellung des Arbeitsumfeldes zur absoluten Unzeit. Es macht wenig Sinn, sich noch für einen überschaubaren Zeitraum mit den vielen Anforderungen der Bafin vertraut zu machen. Der zusätzliche Arbeitsaufwand wird der i.d.R. nicht vergütet, da die Preise kaum auf den Bestand übergewälzt werden können. Verfehlungen werden teilweise hoch sanktioniert und jeder Vermittler setzt sich somit umgehend neuen rechtlichen Risiken für sein Unternehmen aus. Bisher sah der Entwurf des Gesetzes auch vor, dass eine Überwachung immer erfolgt, selbst wenn kein Geschäft mit der „Nebenerwerbslizenz“ getätigt wurde. Also ein großes, teures Ärgernis ohne irgendeinen Nutzen für die Vermittler. Die einfachste Lösung für die Vermittler ist folglich die Aufgabe dieses Geschäftsfeldes. Jetzt wird die Sache spannend: Gibt es im eigenen Bestand vielleicht stille Reserven zu heben, die von einem Bestandskäufer bezahlt würden? Vielleicht wurden vor Jahren einem treuen Versicherungskunden ein paar Fondsanteile vermittelt, der Kunde ist inzwischen vermögend und für einen Vermögensverwalter vielleicht ein sehr wertvoller Kunde? Mit einer gezielten Übergabestrategie und individuellen Gestaltung eines Kaufvertrages könnten sich für viele Vermittler solche Fälle als eine interessante Ertragsquelle in den kommenden Monaten erweisen. Die FORMAT Asset Management ist derzeit exakt an der Übernahme solcher „unbetreuten“ Bestände interessiert. Jeder bisherige 34f-Vermittler sollte sich einmal mit dieser interessanten Option beschäftigen. Unsere Kontaktdaten sind hinlänglich bekannt und wir freuen uns über jeden Hinweis bzw. über jede individuelle Anfrage!